Unsere Abschlussfeier

149 Schüler: So viele haben in diesem Jahr ihren Abschluss erfolgreich an der Staatlichen Realschule absolviert. Für sie alle, aber auch für die Lehrer, war dieser Abschluss ein ganz besonderer: Sie feierten ihn im neuen Gebäude im Landshuter Westen, in einer neuen modernen Aula, an deren Brüstung die großen goldenen Luftballon-Ziffern „2026“ hingen.

Viele Redner begleiteten die Schüler und weiteren Gäste durch die Feier: Konrektor Michael Trapp erklärte, die Zeit des Daumendrückens und Abfragens der Eltern sei nun vorbei – der Weg in die Zukunft gehe weiter.

Stadtrat Florian Lechner ging vor allem auf die ganz eigene Leistung der Absolventen ein – selten feiere man sich und seine Erfolge aus eigener Kraft selbst, der Tag des Abschlusses sei aber genau der richtige Moment dafür. Fleiß, Ausdauer, Herausforderungen: All das hätten die Schüler gezeigt und auch angenommen; gemeinsam sei das erste Schuljahr im neuen Gebäude und auch der Abschluss gelungen. Er hoffe darauf, dass viele Absolventen in Landshut ihren Weg weitergingen: „Bleiben Sie uns bitte verbunden.“

Kirstin Sauter vom Elternbeirat betonte, die Schüler hätten die lange und in diesem Jahr vor allem von den Temperaturen her heiße Prüfungsphase „heldenhaft“ überstanden. Egal, was nun komme, es werde sicher etwas Neues sein. Die Eltern könnten nun den Nebenjob als Nachhilfelehrer an den Nagel hängen. Daniela Nemela vom Förderverein riet den Absolventen, weiterhin Ratschläge anzunehmen – dabei aber den eigenen Weg in die Zukunft zu finden. Mut, Ausdauer und Offenheit seien wichtige Werkzeuge dafür.

Die Schülersprecher Anita Aramesh, Sara Ghobashi und Sandra Niebert blickten gemeinsam auf ihre gemeinsame Zeit an der Realschule zurück; jahrelang hätten sie auf diesen ganz besonderen Tag der Abschlussfeier hingearbeitet, auch den Umzug in die neue Schule geschafft. Aus Mitschülern seien in den vergangenen Jahren Freunde geworden, „wir haben uns alle gegenseitig geprägt“, erklärten sie. „Danke, dass aus einer Gruppe von Schülern eine echte Gemeinschaft geworden ist“, sagten sie an ihre Mitschüler gewandt. Nicht Rückschläge seien entscheidend dafür, wer man sei – sondern das, was man daraus mache. Sie seien sich sicher, immer Menschen als Hilfestellung an ihrer Seite zu haben.

Schulleiterin Eva Geppert ging auf das Motto der Abschlussfeier ein: Es bestand aus einem Vergleich der Jahre 2026 und 2016. In den vergangenen zehn Jahren hätte sich viel verändert, Freundschaften seien geschlossen, Konflikte gelöst worden. „Ihr habt Euch weiterentwickelt, seid an Herausforderungen gewachsen“, sagte sie an die Schüler gewandt. Die Welt habe sich in den zehn Jahren immens verändert. Es sei im Jahr 2026 immens wichtig, für Werte einzustehen: Respekt, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Toleranz und Disziplin – diese Begriffe hatten sich die Schüler für ihren Abschlussjahrgang als Schlagworte bereitgelegt. Die Hälfte der Absolventen beginne nun eine Ausbildung, ein Drittel gehe auf eine weiterführende Schule, der Rest schlage einen anderen Weg ein. „Vertraut in Eure eigenen Fähigkeiten“, betonte Geppert. Zudem bestehe Erfolg nicht bei jedem aus den gleichen Zielen. 2016 werde vermutlich dieser Tage so gehyped, weil damals noch nicht alles perfekt gewesen sei. „Und es muss auch nicht immer alles perfekt sein“, so Geppert. „Liebt Euch selbst – und seid einfach ehrlich zu Euch selbst“, sagte die Schulleiterin, bevor die Gäste die Abschlussfilme der Schüler zu sehen bekamen.

Anschließend wurden verdiente Schüler geehrt, ebenso wurden die besten Absolventen ausgezeichnet und die Abschlusszeugnisse durch die Klassenleiter übergeben.

Claudia Hagn, Landshuter Zeitung

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